Kürzlich besuchte Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, die Gesamtschule Mittelkreis in Goch und diskutierte dort angeregt mit etwa 160 Schülerinnen und Schülern über Klimapolitik.

Auf Einladung von Maike Schießler, die im Sommer als von Barbara Hendricks betreute Stipendiatin im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms ihr Auslandsjahr in den USA beginnen wird, stellte sich die ehemalige Bundesumweltministerin den zahlreichen, teilweise auch kritischen Fragen der Jugendlichen. Dabei lobte sie ausdrücklich den Einsatz der jungen Leute, die sich beispielsweise in der Fridays For Future-Bewegung engagieren, und machte deutlich, dass es wichtig und richtig sei, dass die jüngeren Generationen Druck auf die politisch Verantwortlichen ausübten.

Nichtsdestoweniger warb die Bundestagsabgeordnete auch für Verständnis: Am Beispiel des Pariser Klimaschutzabkommens erläuterte sie, dass die politischen Prozesse, die einem konkreten Handeln vorausgingen, hochkomplex seien und deshalb oftmals viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Auch forderte sie die Schülerinnen und Schüler auf, stärker zu differenzieren und beispielsweise nicht pauschal „die Politik“ zu verteufeln, sondern sich genau anzuschauen, welche Parteien und Politiker wie handeln und wer den jungen Aktivistinnen und Aktivisten mit Respekt begegne. „Es ist für die gesamtgesellschaftliche Debatte ein großer Gewinn, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sich seit einiger Zeit verstärkt beteiligen und ihre Interessen vertreten. Es ist die Pflicht derjenigen, die jetzt in politischer Verantwortung sind, ihnen zuzuhören und ihre Sorgen ernst zunehmen“, so Barbara Hendricks im Anschluss.