Girls‘ Day 2017: Mehr Mädchen in die Politik – Schülerin aus Kleve zu Gast im Bundestag

Girls‘ Day 2017: Mehr Mädchen in die Politik – Schülerin aus Kleve zu Gast im Bundestag

Wie sieht der Arbeitstag einer Politikerin aus? Und hat Politik etwas mit mir zu tun? Diese Fragen konnte Eva Luna van den Hoogen, Schülerin am Konrad-Adenauer-Gymnasium Kleve, am Girls Day in Berlin selbst stellen. Barbara Hendricks lud die 17-jährige dazu ein, einen Tag lang einen Einblick in den Politikalltag zu bekommen.

Insgesamt 90 Schülerinnen aus der ganzen Bundesrepublik waren bei der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin zu Gast und konnten sich selbst einen Eindruck von einem vielfältigen Berufsbereich machen. „Der Girls‘Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Auch in der Politik brauchen wir mehr Frauen. Deshalb beteiligt sich meine Fraktion schon zum dreizehnten Mal am Girls‘Day“, erklärt Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.

Die Mädchen lernten das Reichstagsgebäude kennen und simulierten im Rahmen eines Planspiels das Gesetzgebungsverfahren. Außerdem standen den Mädchen bei einer Diskussionsrunde erfahrene Politikerinnen Rede und Antwort. „Vielleicht treffen wir in ein paar Jahren eines der Mädchen wieder – als wissenschaftliche Mitarbeiterin einer/eines Abgeordneten oder sogar selbst als Politikerin“, hofft Bundesministerin Barbara Hendricks.

Und wie fand Eva Luna den Tag im Bundestag? „Da ich bereits im Wahlkreisbüro von Barbara Hendricks ein Praktikum gemacht habe, kannte ich das ein oder andere schon. Allerdings ist es nochmal eine ganz neue Erfahrung gewesen, Politik so hautnah in Berlin zu erleben“, so die Klever Schülerin.

Die Handwerker von morgen – Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Geldern besuchen Barbara Hendricks in Berlin

Die Handwerker von morgen – Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Geldern besuchen Barbara Hendricks in Berlin

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besuchten 15 Schüler und eine Schülerin des Berufskollegs Geldern die Bundeshauptstadt. Die Studienfahrt bot den angehenden Handwerkerinnen und Handwerkern mit dem Ausbildungsschwerpunkt Metalltechnik ein umfangreiches und spannendes Programm. Neben der Besichtigung der Gedenkstätte der Berliner Mauer, der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen, des Sowjetischen Ehrendenkmals und vieler weiterer geschichtsträchtiger Orte, besuchten die Gelderner auch eine Vorstellung des Kabarett-Theaters Distel.

Selbstverständlich durfte auch ein Besuch im Deutschen Bundestag nicht fehlen. Bevor die Klasse eine Plenardebatte live miterleben konnte, nahm sich Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, nach der Kabinettssitzung Zeit, mit den Schülerinnen und Schülern ein kurzes aber angeregtes Gespräch über die anstehenden Wahlkämpfe sowie verschiedenste politische Themen zu führen. So stellte die gut vorbereitete Klasse Fragen zu Trumps Umweltpolitik, den Auswirkungen des Türkei-Referendums und dem deutsch-russischen Verhältnis.

Trotz des vollgepackten Ablaufplans, blieb den Niederrheinern noch ausreichend Zeit, die Stadt mit Bus und Bahn auf eigene Faust zu erkunden und Berliner Luft zu schnuppern.

Praktikum bei einer Bundesministerin

Praktikum bei einer Bundesministerin

Im März absolvierte Lars Gemmer (26) aus Issum ein Praktikum im Bundestagsbüro von Barbara Hendricks. Auf diese Weise lernte er das politische Berlin kennen und verschaffte sich einen Überblick über die unterschiedlichsten Bereiche im Politikbetrieb.

So nahm Lars Gemmer zahlreiche Angebote des Praktikantenprogramms der SPD-Bundestagsfraktion wahr. Durch Führungen im Bundesrat und im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, erfuhr er viel über die Strukturen und die Geschichte des deutschen Parlamentarismus und der SPD. Bei Fachvorträgen und Diskussionen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages wurden außerdem aktuelle politische Themen behandelt. Beispielweise besuchte Lars Gemmer das Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dort informierte er sich, welche Konsequenzen der technologische Fortschritt auf die Arbeitswelt von Morgen hat. Durch die Teilnahme an Veranstaltungen mit Sigmar Gabriel und Andrea Nahles hatte Lars Gemmer außerdem die Gelegenheit, sich über eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik oder Armut und Reichtum in Deutschland auszutauschen. Zusätzlich erhielt der Praktikant durch den Besuch von Ausschuss- und Plenarsitzungen Einblicke in die Arbeitsabläufe des Deutschen Bundestages und die Arbeitsweise der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. „Nicht nur durch meine Tätigkeit im Bundestagsbüro selbst, sondern auch durch das breite Feld an Veranstaltungen habe ich Erkenntnisse über verschiedenste Themenbereiche erhalten. All diese Vielfalt führte dazu, dass die Tage schnell vergingen und letzten Endes auch mein Praktikum im Deutschen Bundestag.“, sagte der Issumer Lars Gemmer.

In einem längeren Gespräch mit Barbara Hendricks nutzte der Student die Chance, auch persönliche Fragen zu stellen und mehr über den Alltag der Bundestagsabgeordneten und Bundesministerin zu erfahren. Hendricks war über das große Interesse sichtlich erfreut. „Ich freue mich, mit wieviel Begeisterung sich Lars in mein Büro eingebracht hat. Es ist immer toll, zu sehen, wenn sich junge Menschen engagieren und für Politik interessieren“, so Barbara Hendricks, Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.

Eine wehrhafte Demokratie braucht Engagement und Vertrauen

Letzte Woche haben wir an die Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 erinnert. Damals hielt der Sozialdemokrat Otto Wels eine mutige und bewegende Rede, bevor die Abgeordneten der SPD als einzige gegen Hitlers Gesetz stimmten. Eine Aufzeichnung der Rede finden Sie unter folgendem Link: https://www.youtube.com/watch?v=bmhB6D1_AIc

Otto Wels‘ Worte sind eine Mahnung, die nach 84 Jahren nichts von ihrer Bedeutung und Dringlichkeit eingebüßt hat. Die letzten Monate haben gezeigt: Demokratie und Freiheit sind niemals eine Selbstverständlichkeit. Sie müssen immer neu erkämpft und gegen ihre Feinde verteidigt werden. Deshalb sind alle aufgefordert, Haltung zu zeigen, wenn es darum geht, unsere Grundwerte von Freiheit, Respekt und Toleranz zu verteidigen.

Der Eintritt gerade vieler junger Menschen in die SPD in den letzten Wochen ist ein ermutigendes Signal. Es zeigt: Die jüngere Generation ist bereit, sich für unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. Dieses gesellschaftliche Engagement möchte die SPD-Bundestagsfraktion bestärken. Im Rahmen des Frühjahrsempfangs am 29. März wurde daher zum fünften Mal der „Otto-Wels-Preis für Demokratie“ verliehen. Mit dem Preis zeichnet die SPD-Bundestagsfraktion im Rahmen eines Kreativwettbewerbs Jugendliche und junge Erwachsene aus, die sich aktiv für gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegen Ausgrenzung starkmachen.

SPD schafft mehr Lohngerechtigkeit: Denn Frauen verdienen 100 Prozent!

Rechnerisch müssen Frauen in Deutschland 2017 zweieinhalb Monate mehr arbeiten, um auf das durchschnittliche Jahresentgelt von Männern zu kommen. Auch bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit erhalten Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Um diese Lohndiskriminierung zu beenden, sind transparente und nachvollziehbare Gehaltsstrukturen in Unternehmen unabdingbar. Denn nur wenn unbegründete Unterschiede im Gehalt sichtbar werden, kann gegen eine Benachteiligung vorgegangen werden.

In dieser Woche haben wir deshalb im Bundestag den Gesetzentwurf von Manuela Schwesig zur Lohngerechtigkeit verabschiedet. Damit haben Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitern künftig das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich zu anderen bezahlt werden. Damit erhalten bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen, die einer gleichen oder gleichwertigen Tätigkeit nachgehen, bezahlt werden. In Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten muss darüber hinaus regelmäßig geprüft werden, ob Frauen systematisch benachteiligt werden.

Das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit ist – zusammen mit den SPD-Erfolgen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der gesetzlichen Frauenquote für Führungspositionen – ein wichtiger Meilenstein hin zu einem fairen Arbeitsmarkt, auf dem Männer und Frauen die gleichen Chancen haben. Unser Ziel ist, dass Frauen am Ende jeden Jahres 100 Prozent in der Tasche haben.