Da haben doch die Klever Grünen ein Parteiordnungsverfahren gegen eines ihrer Mitglieder in Gang gesetzt. Er solle sich zu wenig geduscht und außerdem “Amts- und Würdenträger” der Klever Grünen beleidigt haben. So, so! Nach dem Parteiengesetz dürfen solche Vorwürfe nicht ausreichen, um Parteiordnungsmaßnahmen durchzusetzen. Das eigentliche Problem der Klever Grünen scheint zu sein, dass Friedrich Foerster nicht mit der Rolle des Schoßhunds von Theo Brauer zufrieden ist…
Vergangene Woche habe ich im Rahmen des bundesweiten Praxistages der SPD einen Einblick in die tägliche Arbeit der Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen bekommen. Mir ging es darum, in der Praxis zu erfahren, mit welchen Problemen und Herausforderungen die Menschen dort umgehen müssen und was ihre Wünsche und Bedürfnisse sind. Jeweils für einen Arbeitstag war ich deswegen im St.-Antonius-Hospital in Kleve und im Altenheim St. Marien in Rees-Haldern.
Nach zwei eindrucksvollen Tagen, an denen ich die derzeitige Situation im Gesundheits- und Sozialsystem direkt vor Ort miterleben konnte, setzte die Podiumsdiskussion im Altenheim St. Marien einen interessanten Schlusspunkt, der die Schwachpunkte des Gesundheits- und Pflegesystems aufzeigte. Es freute mich sehr, dass mit dem Allgemeinmediziner Dr. Wolf-Rainer Kieker, Klaus-Dieter Buckermann und Dagmar Freericks vom Altenheim St. Marien, Alexia Meyer (Bereichsleiterin Pflege und Gesundheit beim Caritasverband Kleve e.V.) sowie Christa Gerritzen (Krankenschwester) das Podium fachkundig besetzt war. Der Saal war mit mehr als 100 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt. Für die Zukunft der Pflege- und Gesundheitspolitik wünschten sich viele Diskussionsteilnehmer weniger Bürokratie und mehr Zeit für die Patienten. Gegenwärtig wird zu viel Zeit in die Dokumentation der Pflegearbeit und zu wenig in die Pflegearbeit selbst investiert. Hier sind wir, als politisch Verantwortliche, dringend aufgefordert, Verbesserungskonzepte auf den Tisch zu legen!
Ich nehme daher besonders eine Erkenntnis für meine politische Arbeit mit nach Berlin: Wir brauchen im Gesundheitssystem nicht zuerst mehr Geld, sondern weniger Bürokratie. Wir brauchen weniger Kontrollen und mehr Vertrauen.

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